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Trenbolon Acetat handelt es sich um ein anaboles androgenes Steroid,
dass zu
Beginn der Achtziger von den Pharmafirmen Höchst und Roussel
unter den
Markennamen Finajet (Amerika) und Finaject (Europa) als
Veterinärsteroid auf
den Markt gebracht wurde. Auch wenn es sich bei diesen Trenbolon
Produkten um
Steroide handelte, die ausschließlich für die
Anwendung bei Tieren als
Mastmittel gedacht waren, erfreute sich Trenbolon Acetat aufgrund
seiner
einmaligen Eigenschaften sehr schnell großer Beliebtheit bei
Bodybuildern. An
dieser Stelle sei angemerkt, dass es außer dem
französischen Parabolan
(Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonat) nie ein Trenbolon
Präparat gab oder gibt,
dass von einer legitimen Pharmafirma für die Verwendung beim
Menschen hergestellt
wird oder wurde.
Strukturell
gesehen handelt es sich beim anabolen androgenen Steroid Trenbolon um
ein
Nandrolon Derivat, bei dem an Position c9 und c11 weiter
Doppelbindungen
eingefügt wurden. Diese Veränderungen führen
zu einem Steroid, dass sich
bezüglich einer Eigenschaften deutlich von Nandrolon
unterscheidet. Aufgrund
der Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen c9 und c10 kann
Trenbolon
nicht durch das Aromataseenzym des Körpers in
Östrogen umgewandelt werden.
Diese Umwandlung ist zwar auch bei Nandrolon (z.B. Deca Durabolin)
nur in
geringem Maße möglich, doch bei Trenbolon ist sie
hierdurch völlig
ausgeschlossen. Östrogenbedingte Nebenwirkungen
wie Wassereinlagerungen und
Gynäkomastie sind somit bei der Anwendung von Trenbolon meist
kein Problem.
Leider wirkt Trenbolon wie alle Nandrolon Derivate als so genanntes
Progestin,
was bedeutet, dass es den Progesteron Rezeptor direkt aktivieren kann.
Eines
der aktiven Stoffwechselprodukte (17-beta-Trenbolon), die beim Abbau
von
Trenbolon im Körper entstehen, weist sogar eine
höhere Bindungsaffinität für
den Progesteronrezeptor als Progesteron selbst auf. Hierdurch kann es
bei
einigen Anwendern zu progesteronbedingten Nebenwirkungen kommen, die
den
östrogenbedingten Nebenwirkungen recht ähnlich sein
können. Leider helfen bei
diesen Nebenwirkungen Aromatasehemmer wie Arimidex oder
Östrogenrezeptorblocker
wie Nolvadex (Tamoxifen) nicht.
Da
Trenbolon eine mehr oder weniger starke androgene Wirkung besitzt, muss
mit
androgenbedingten Nebenwirkungen wie Akne, fettiger Haut, Steigerung
der
Aggression und Förderung eines bestehenden erblich bedingten
Haarausfalls
gerechnet werden. Da diese Nebenwirkungen nicht auf eine Konvertierung
von
Trenbolon in ein Dihydro-Steroid durch das 5-alpha-Reduktaseenzym
beruhen, kann
diesen Nebenwirkungen nicht durch einen Reduktasehemmer wie Finasterid
(Proscar) entgegengewirkt werden. Weitere Nebenwirkungen umfassen
starkes,
meist nächtliches Schwitzen und Schlafstörungen, die
je nach Dosierung und
individueller Empfindlichkeit recht ausgeprägt sein
können. Des weiteren
bewirkt Trenbolon eine nachhaltige und nahezu vollständige
Unterdrückung der
körpereigenen Testosteronproduktion, weshalb in der Praxis
einerseits meist eine
gut durchdachte Absetzphase auf die Trenbolon Anwendung folgt und
andererseits
Trenbolon häufig mit Testosteron
kombiniert wird, um Impotenz vorzubeugen.
Das
anabole androgene Steroid Trenbolon Acetat besitzt sowohl starke
anabole
(muskelaufbauende) als auch starke antikatabole (dem Muskelabbau
entgegen
wirkende) Eigenschaften, weshalb es sowohl für den Masseaufbau
als auch während
der Diät und Wettkampfvorbereitung
sehr beliebt ist. Die starken anabolen
Wirkungen von Trenbolon Acetat beruhen unter anderem auf einer
deutlichen
Steigerung der Stickstoffeinlagerung in die Muskulatur und einer
Erhöhung der
IGF-1 Ausschüttung durch die Leber und im Muskel selbst. In
der Tat kann
Trenbolon Acetat die IGF-1 Ausschüttung um über 100%
steigern und bewirkt
gleichzeitig, dass die Sattelitenzellen der Muskulatur, welche
für die
Reparatur trainingsinduzierter Muskelschäden und das
Muskelwachstum mit
verantwortlich sind, empfindlicher auf IGF-1 und andere
Wachstumsfaktoren
reagieren. Eine weitere interessante Eigenschaft von Trenbolon Acetat,
augrund
der Trenbolon Acetat in Amerika häufig im Bereich der Aufzucht
von Schlachtvieh
eingesetzt wird, ist seine Fähigkeit die Effizienz der
Nahrungsverwertung und
der Aufnahme von Mineralstoffen zu verbessern. Dies bedeutet, dass in
der
Praxis mehr der zugeführten Nährstoffe für
den Muskelaufbau verwendet werden.
Die
antikatabolen Eigenschaften des anabolen androgenen Steroids Trenbolon
Acetat
beruhen unter anderem darauf, dass Trenbolon einerseits die Umwandlung
von
Kortison in katabol wirkendes Kortisol verhindert und andererseits die
Glukokortikoidrezeptoren, an denen Kortisol seine katabole Wirkung
entfaltet,
effizient blockiert. Hierdurch wird es mit Hilfe von Trenbolon Acetat
möglich, selbst
bei extrem eingeschränkter Kalorienzufuhr in Verbindung mit
einem hohen Cardio-
und Trainingspensum die bestehende Muskulatur fast vollständig
zu erhalten. Die
Kombination hiervon mit der Tatsache, dass mit Trenbolon Acetat die
Kraft
während der Diät gut aufrecht erhalten oder sogar
gesteigert werden kann, macht
Trenbolon zum idealen Steroid für die Diät und
Wettkampfvorbereitung.
Da es
sich beim Acetat Ester von Trenbolon Acetat um einen recht kurzen Ester
handelt, ist die Wirkungsdauer von Trenbolon Acetat im Körper
mit 2 bis 3 Tagen
recht kurz. In der Praxis wird Trenbolon Acetat deshalb von
Bodybuildern meist
täglich oder zumindest jeden zweiten Tag injiziert. Die
beobachteten
Dosierungen reichen hierbei von 50 bis 75 mg Trenbolon Acetat jeden
oder jeden
zweiten Tag bis hin zu 150 mg Trenbolon Acetat und mehr
täglich im
Profibereich. Für den Masseaufbau wird Trenbolon Acetat in der
Praxis oft mit
einem oder mehreren der typischen „Masse-Steroide“
wie Dianabol
(Methandienon/Methandrostenolon),
Testosteron
oder Anapolon
(Oxymetholon) kombiniert. Beliebte Kombinationen
während der Wettkampfvorbereitung umfassen anabole androgen
Steroide wie
Winstrol (Stanozolol),
Masteron
(Drostanolon Propionat), Halotestin
(Fluoxymesteron) und/oder Testosteron
Propionat.
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