| Bei
Parabolan handelt es sich um ein von Firma Negma in Frankreich
hergestelltes
injizierbares anaboles androgenes Steroid, welches den Wirkstoff
Trenbolon
Hexahydrobenzylcarbonat, auch bekannt als Cyclohexylmethylcarbonat,
enthielt
und im Jahr 1997 endgültig vom Markt genommen wurde. Kaum ein
anderes anaboles
androgenes Steroid war so begehrt wie Parabolan und um kaum ein anderes
anaboles androgenes Steroid ranken sich so viele Mythen. Der Mythos
Parabolan
wurde durch den Steroid Guru Dan Duchaine ins Leben gerufen, der
Trenbolon
Hexahydrobenzylcarbonat in einem seiner Steroid Newsletter
erwähnte und es so
einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte.
Zur damaligen
Zeit war Trenbolon
bei weitem nicht so bekannt und beliebt wie heute, was unter daran lag,
dass es
kaum Präparate gab, die Trenbolon als Wirkstoff enthielten.
Vor Parabolan waren
Steroidanwender, die Trenbolon verwenden wollten, auf das
Veterinärsteroid
Finaject
angewiesen, welches Trenbolon Acetat enthielt und Ende der Achtziger
Jahre vom Markt genommen wurde. Im Gegensatz zu Finaject war Parabolan
für die
Anwendung beim Menschen gedacht und stellt bis heute das einzige
Trenbolon
Produkt dar, das von einer legitimen Pharmafirma für den
menschlichen Gebrauch
hergestellte wurde. Zusätzlich hierzu war Parabolan weltweit
nur in Frankreich
erhältlich, was die Verfügbarkeit
erwartungsgemäß stark einschränkte. Der
Mythos wurde dadurch vervollständigt, dass Parabolan, bei dem
die Nachfrage das
Angebot immer deutlich überschritten hatte, 1997
endgültig vom Markt genommen
wurde.
Bei
Parabolan handelt es sich um ein Trenbolon Molekül an das ein
Hexahydrobenzylcarbonat (Cyclohexylmethylcarbonat) Ester
angehängt wurde, um eine längere
Verfügbarkeit des eigentlichen Wirkstoffes Trenbolon im
Körper zu ermöglichen.
Veresterte anabole androgene Steroide sind in veresterter Form im
Körper
inaktiv und werden erst dann „aktiviert“, wenn der
Ester abgetrennt wird und
hierdurch der Wirkstoff in freier, unveresterter Form vorliegt. Je
länger der
Ester ist, desto schwerer ist es für den Körper
diesen vom Wirkstoffmolekül
abzutrennen und umso langsamer erfolgt die Freisetzung des Wirkstoffes,
wodurch
eine Art Depotwirkung entsteht. Da es sich beim Hexahydrobenzylcarbonat
Ester um
einen relativ langen Ester handelt, besitzt Parabolan eine
Halbwertszeit im Körper,
die je nachdem, welcher Quelle man glauben möchte, zwischen 3
und 6 Tagen
liegt. Das original französische Parabolan war in Ampullen zu
je 1,5 ml ölige
Lösung erhältlich, welche 76 mg Trenbolon
Hexahydrobenzylcarbonat (Cyclohexylmethylcarbonat)
enthielten, was ungefähr 50 mg freiem Trenbolon entspricht.
Da es sich bei Parabolan um
verestertes
Trenbolon handelt, besitzt es dieselben Wirkungen und Nebenwirkungen
wie alle anderen
Trenbolon Varianten. Parabolan wirkt stark anabol und stark androgen
und kann
aufgrund seiner Struktur weder durch das Aromatase-Enzym in
Östrogen noch durch
das 5-alpha-Reduktase Enzym in einen Dihydro-Wirkstoff umgewandelt
werden.
Aufgrund der starken androgenen Wirkung und der nicht vorhandenen
Umwandlung in
Östrogen wird Parabolan besonders gerne während der
Diät und der
Wettkampfvorbereitung
eingesetzt. Androgenrezeptoren befinden sich im Körper
sowohl an den Muskelzellen als auch an den Fettzellen, wobei eine
Anregung der Androgenrezeptoren
der Muskelzellen das Muskelwachstum fördert und eine Anregung
der
Androgenrezeptoren der Fettzellen die Fettverbrennung steigert.
Parabolan
fördert somit gleichzeitig die Erhaltung bzw. den Aufbau von
Muskelmasse und
den Abbau von Körperfett. Zusätzlich hierzu besitzt
Parabolan eine starke
antikatabole Wirkung, die unter anderem darauf beruht, dass Trenbolon
einerseits die Umwandlung von Kortison in katabol wirkendes Kortisol
verhindert
und andererseits die Glukokortikoid Rezeptoren, an welchen Cortisol
seine
katabole Wirkung entfaltet, blockiert. Somit kann eine nahezu
vollständige
Unterdrückung der Cortisolwirkung erreicht werden.
Leider
handelt es sich bei Parabolan wie bei allen anderen Trenbolon Varianten
auch um
ein 19-Nortestosteron Derivat, was bedeutet, dass Parabolan als
Progestin
wirkt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Trenbolon direkt an den
Progesteronrezeptor andocken kann. Hierbei liegt die
Bindungsaffinität von
Trenbolon für den Progesteronrezeptor bei etwa 60 % der
Bindungsaffinität von
Progesteron selbst. Bei empfindlich reagierenden Anwendern von
Parabolan kann
es hierdurch zu Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen und einer so
genannten
Tren-Gyno kommen, denen nicht durch einen Aromatasehemmer wie Arimidex
oder
einen Östrogenrezeptorblocker wie Tamoxifen (Nolvadex)
entgegen gewirkt werden
kann. Die Kombination aus starker androgener Wirkung und der Tatsache,
dass es
sich bei Trenbolon um ein Progestin handelt, führt dazu, dass
Parabolan die
körpereigene Testosteronproduktion schnell und nachhaltig
unterdrückt.
Parabolan
ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sehr sich die
gängigen Dosierungen
anaboler androgener Steroide im Lauf der Jahre verändert
haben. Ursprünglich
hatte Dan Duchaine in seinem Steroid Newsletter davor gewarnt, eine
Dosierung
von zwei Ampullen Parabolan pro Woche, was 152 mg Trenbolon
Hexahydrobenzylcarbonat (Cyclohexylmethylcarbonat) entspricht,
zu überschreiten – und das von
einem Steroid Guru, der für seine exzessiven Dosierungen und
das
Experimentieren mit höchst gefährlichen Wirkstoffen
bekannt war. Während der Zeit,
zu der original französisches Parabolan verfügbar
war, lagen die in der Praxis
beobachteten Dosierungen im Bereich von 2 bis 3 Ampullen Parabolan pro
Woche,
was wöchentlich 152 bis 228 mg Trenbolon
Hexahydrobenzylcarbonat entsprach und
alle Anwender waren von der hiermit erzielten Wirkung begeistert.
Heutzutage
liegen die bei Trenbolon beobachteten Dosierungen eher im Bereich von
76-152mg
Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonat (Cyclohexylmethylcarbonat) pro Tag
oder jeden
zweiten Tag (1-2 Ampullen jeden bzw. jeden zweiten Tag).
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