Bei
Masteron handelt es sich um ein Steroid mit
dem
Wirkstoff Drostanolon Propionat, das ursprünglich von Synthex
und später auch
von anderen Pharmaherstellern unter den Namen Dromostan, Masterid,
Masteril,
Mastosol, Metormon oder Permastril vertrieben wurde. Das letzte
offizielle
Drostanolon Präparat wurde im Jahr 1997 mit Masteron von
Syntex aus dem Handel
genommen, so dass der
Anwender nun ganz auf Produkte von Underground Laboratorien angewiesen
ist.
Strukturell
gesehen handelt es sich bei Masteron um ein Derivat von
Dihydro-Testosteron,
dem stärksten im Körper vorkommenden Androgen. Der
vollständige chemische Name
von Drostanolon lautet
2a-Methyl-Dihydro-Testosteron,
was bedeutet, dass an das zweite Kohlenstoffatom von
Dihydro-Testosteron eine
Methylgruppe angehängt wurde. Diese Methylgruppe ist unter
anderem dafür
verantwortlich, dass Masteron im Gegensatz zu Dihydro-Testosteron auch
im
Muskelgewebe eine deutliche anabole Wirkung entfaltet und somit anders
als
Dihydro-Testosteron eine muskelaufbauende Wirkung besitzt.
Aufgrund
seiner Struktur als Dihydro-Testosteron Derivat kann Masteron im
Körper nicht durch das
Aromataseenzym in
Östrogen umgewandelt werden, was in der Praxis bedeutet, dass
sich der Anwender
um östrogenbedingte Nebenwirkungen
wie Wassereinlagerungen oder Gynäkomastie keine Gedanken
machen muss. Doch die
interessanten Aspekte
von Masteron bezüglich des Östrogens beginnt an
dieser Stelle eigentlich erst.
Wenn man sich das ursprüngliche medizinische Einsatzgebiet von
Drostanolon
ansieht, dann wird man feststellen, dass Masteron nicht für
den Aufbau von
Körpergewebe sondern als Medikament zur Behandlung bestimmter
Arten von
Brustkrebs bei Frauen eingesetzt wurde. Nicht umsonst kommt MAST sowohl
in
MASTeron, als auch MASTektomie (Entfernung der weiblichen
Brustdrüsen) und
GynäkoMASTie vor. Dieses Einsatzgebiet von Masteron beruht auf
der Eigenschaft
des Wirkstoffes Drostanolon die Aromatisierung (Umwandlung in
Östrogen) von
körpereigenem Testosteron – und natürlich
auch von exogen zugeführten
aromatisierenden anabolen androgenen Steroiden – durch eine
Hemmung des
Aromataseenzyms zu reduzieren. Es wird weiterhin vermutet, dass
Masteron
zusätzlich mit Östrogen interagiert, indem es die
Östrogenrezeptoren blockiert
und somit die Wirkung bereits vorhandenen Östrogens reduziert.
Dies bedeutet
für den Anwender, dass mit Hilfe von Masteron die
östrogenbedingte Nebenwirkungen
anderer anaboler androgener Steroide reduziert werden können
und unter
Umständen auf die Anwendung eines zusätzlichen
Aromatasehemmers wie Arimidex
oder eines Östrogenrezeptorblockers wie Tamoxifen (Nolvadex)
verzichtet werden
kann.
In
der Praxis scheint das anabole androgene Steroid Masteron
deutlich androgener zu wirken, als dies sein androgenes Rating, das
etwa bei 25
– 40 % der androgenen Wirkung von Testosteron
liegt, auf dem
Papier vermuten
lässt. Dies hat für den Anwender Vor- und Nachteile.
Einerseits fördern
Androgene die Lipolyse (Freisetzung von Fett aus den Fettzellen) und
bewirken
eine Erhöhung der Anzahl der Androgenrezeptoren im
Fettgewebe, wodurch der
Fettabbau gefördert wird. Weiterhin steigern Androgene die
Aggression, was sich
besonders im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät positiv auf
die Trainingsintensität
auswirken kann. Andererseits bedeutet eine Androgen-Wirkung jedoch auch
androgen bedingte Nebenwirkungen wie fettige Haut, Akne und
Beschleunigung
eines bereits vorhandenen erblich bedingten Haarausfalls. Diesen
androgenbedingten Nebenwirkungen kann nicht durch einen Reduktasehemmer
wie
Finasterid (Proscar) entgegen gewirkt werden, da diese direkt auf der
androgenen Wirkung von Masteron und nicht auf einer Reduktion von
Drostanolon
durch das Reduktaseenzym in Dihydro-Testosteron beruhen.
Wie
die Wirkungen und Eigenschaften des Masteron bereits vermuten lassen,
besteht das
Haupteinsatzgebiet von
Drostanolon Propionat im Bereich der Diät und der Wettkampfvorbereitung.
Aufgrund der
nicht vorhandenen Östrogenwirkung, der Wirkung von Drostanolon
als
Antiöstrogen, der Förderung der Fettverbrennung und
seiner androgenen Wirkung
besitzt Masteron den Ruf bei einem bereits geringen
Körperfettanteil zu einem
extrem harten, definierten Aussehen zu verhelfen. Um diese Wirkung noch
zu
verstärken, wird Masteron in der Praxis gerne mit weiteren
nicht
aromatisierenden anabolen androgenen Steroiden wir Trenbolon Acetat, Winstrol
(Stanozolol), Halotestin
(Fluoxymesteron), Oxandrolon
und/oder Primobolan
(Metenolon) kombiniert.
Da
Drostanolon die
körpereigene
Testosteron Produktion unterdrückt, wird meist auch noch Testosteron
Propionat
begleitend verwendet. Die
Anwendung von Masteron ist jedoch nicht alleine auf die
Wettkampfvorbereitung beschränkt. In Verbindung mit so
genannten „Masse Steroiden“
wie Testosteron, Dianabol
(Methandienon/Methandrostenolon), Deca Durabolin
(Nandrolon
Decanoat) oder Anapolon
(Oxymetholon) wird Masteron in der Praxis auch
für den
Aufbau einer qualitativ hochwertigen Muskelmasse ohne große
Fett- oder
Wassereinlagerungen engesetzt. Einerseits verstärkt
Drostanolon die anabole
Wirkung der anderen Wirkstoffe und andererseits reduziert es die mit
diesen
Steroiden in Verbindung stehenden östrogenbedingten
Nebenwirkungen.
Die
bei Masteron beobachteten Dosierungen liegen im Bereich von 50
-100 mg Drostanolon alle zwei Tage bis hin zu 100 mg Drostanolon
täglich. In
der Praxis berichten die meisten Anwender bei 400 mg Drostanolon pro
Woche vom
besten Preis-/Leistungsverhältnis. In diesem Zusammenhang ist
die von Synthex im
Beipackzettel von Masteron beschriebene maximale tägliche
Dosierung im
therapeutischen Bereich interessant, die bei 167 mcg Drostanolon pro
Kilogramm
Körpergewicht pro Tag liegt. Dies würde bei einem 100
Kilo schweren Bodybuilder
eine Dosierung von täglich 167 mg Masteron bedeuten.
Da es
sich beim Propionat
Ester von Drostanolon Propionat um einen kurzen Ester handelt, liegt
die
Halbwertszeit von Masteron bei unter zwei Tagen. Aus diesem Grund
injizieren die
meisten Anwender Masteron in der Praxis täglich oder jeden
zweiten Tag. Auf dem
Markt finden sich jedoch inzwischen auch einige Produkte von
Underground
Laboratorien, die Drostanolon Enantat enthalten, welches eine
Halbwertszeit von
ca. 5 Tagen besitzt und somit mit der Wirkungslänge von
beispielsweise Testosteron
Enantat (Testoviron) oder Metenolon
Enantat (Primobolan) vergleichbar ist.