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Injizierbare
Steroide (Spritzen) haben, genauso wie orale Anabolika, ihre Vor- und
Nachteile.
Die
Vorteile bestehen darin, dass injizierbare Steroide je nach Veresterung
weniger häufig appliziert werden müssen. Bei
Metenolon
Enantat (Primobolan Depot) reicht beispielsweise eine
Injektion alle
3-5 Tage, während die orale Version des Metenolon, das Metenolon
Acetat (Primobolan S Tabletten), mehrmals täglich
eingenommen werden mussten. Dies ist ein klarer Bequemlichkeitsvorteil.
Ein
weiterer Vorteil injizierbarer Steroide liegt darin, dass sie bis auf
einige wenige Ausnahmen, wie z.B. Winstrol
Depot (Stanozolol), nicht
über die Leber abgebaut werden und diese somit nicht belasten.
Ausgedehnte Anabolika-Kuren über Wochen oder gar Monate
führen daher weniger oft zu ernsthaften Problemen. |
Hinzu
kommt der gravierende Vorteil, dass eine Reihe spezieller Steroide nur
in injizierbarer Form erhältlich sind (z.B.
Boldenon
oder
Testosteron
Propionat), bzw deren injizierbares Gegenstück
intensiver wirkt. Nehmen wir als Beispiel Dianabol (Methandienon) und
Trenbolon: Injizierbares Dianabol wirkt bei der Injektion ca. 30-40%
stärker, da der übermäßige Abbau
in der Leber bei
der oralen Variante wegfällt. Bei Trenbolon ist es so, dass
die
orale
Trenbolon Acetat Variante
beispielweise noch stärker abgebaut wird. Anwender, die sowohl
die
injizierbare als auch die orale Version des Trenbolon Acetat kennen,
würden nie wieder die orale Version anwenden, da hier nur
gefühlte 10-20% des Wirkstoffs aktiv werden. Anders sieht es
hier
natürlich bei
17-aa-Trenbolon
(
Metribolon) aus, aber das ist eine andere Geschichte.
Die
Nachteile von Anabolika-Injektionen liegen hauptsächlich in
einer
Spritzenphobie der Anwender. Nicht wenige Sportler haben schlichtweg
Angst davor, sich selbst eine Injektion zu setzen. Da kommen Tabletten
und Kapseln wie gerufen.
Ein weiterer Nachteil von
Injektionen
ist, dass diese oftmals genau getimt werden müssen (z.B. alle
3
oder 5 Tage im Fall des Enantats), da ansonsten zu starke
Wirkstoffspiegelschwankungen auftreten. Desweiteren sind Ampullen und
Multivials umständlicher, wenn es auf eine Reise geht, da man
spätestens am Zoll in Erklärungsnot gerät.
Letztendlich
liegt es am Verwender selbst, für welche Art der Applikation
er sich entscheidet.